Wie optimiere ich mein Google-Unternehmensprofil?
Ein Google-Unternehmensprofil wird vor allem dann angezeigt, wenn es vollständig und korrekt ist, zur Suche passt und Ihr Betrieb bekannt ist. Google nennt dafür drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit, zu der auch Bewertungen und Verweise von anderen Websites zählen. Ein besseres Ranking kann man laut Google weder einfordern noch kaufen. Was Sie tun können: richtige Grundangaben, passende Kategorien, echte Fotos, ehrlich gesammelte Bewertungen und eine Website, die dieselben Daten zeigt. Dieser Artikel stützt sich auf die Hilfeseiten und Richtlinien von Google, Stand Oktober 2026.
Wie wählt Google lokale Ergebnisse aus?
Sucht jemand nach einem Unternehmen in der Nähe, zeigt Google in Maps und in der Suche lokale Ergebnisse. Laut der Hilfeseite zum lokalen Ranking beruhen sie hauptsächlich auf drei Faktoren:
| Faktor | Was Google darunter versteht | Was Sie beeinflussen können |
|---|---|---|
| Relevanz | Wie gut ein Profil zum Gesuchten passt | Vollständige, genaue Angaben: Kategorie, Leistungen, Beschreibung, Öffnungszeiten, Attribute |
| Entfernung | Wie weit der Betrieb vom Suchenden oder vom gesuchten Ort entfernt ist | Kaum, außer durch eine korrekte Adresse oder ein korrekt angegebenes Einzugsgebiet |
| Bekanntheit | Wie bekannt ein Betrieb ist, unter anderem gemessen an Websites, die auf ihn verweisen, und an Zahl und Bewertung der Rezensionen | Echte Bewertungen, Erwähnungen auf anderen Websites, eine gute eigene Website |
Google schreibt dazu ausdrücklich, dass ein besseres lokales Ranking nicht eingefordert werden kann, auch nicht gegen Bezahlung, und dass Details des Algorithmus geheim bleiben. Wer Ihnen einen Platz unter den ersten drei in Maps zusichert, verspricht also etwas, das er nicht in der Hand hat.
Zuerst: Bestätigen und Grundangaben richtig setzen
Ein bestätigtes Profil wird laut Google mit größerer Wahrscheinlichkeit angezeigt. Danach zählen die Grundangaben. Google verlangt, dass Sie Ihr Unternehmen so darstellen, wie Sie es auch auf Schildern, Briefpapier und Rechnungen tun, und dass es nur ein Profil pro Unternehmen und Standort gibt.
| Feld | Zulässig | Nicht zulässig |
|---|---|---|
| Name | Der Name, den Sie auch auf dem Schild und der Website verwenden | Zusätze wie Leistungen, Orte, Slogans, Telefonnummern oder Öffnungszeiten im Namen, etwa „Muster Installateur Wien 24h Notdienst“ |
| Adresse | Der tatsächliche Standort mit Beschilderung, wenn die Adresse angezeigt wird | Postfach, virtuelles Büro, Adresse ohne Schild und ohne Personal vor Ort |
| Telefon | Eine Nummer, unter der der Standort direkt erreichbar ist, möglichst eine örtliche | Nummern, die nicht direkt zum Betrieb führen |
| Website | Die eigene Seite, die den Standort zeigt | Links, die auf fremde Seiten umleiten |
| Beschreibung | Sachliche Informationen zu Leistungen, Geschichte und Arbeitsweise | Links, Rabattaktionen, Preiswerbung, irrelevante Inhalte |
Verstöße beim Namen können laut Google zur Sperrung des Profils führen. Das ist der häufigste Fehler, den wir bei bestehenden Profilen sehen: Leistungen und Bezirk im Namen, weil es kurzfristig mehr Treffer zu bringen scheint.
Adresse oder Einzugsgebiet: Was gilt für Handwerker?
Viele Wiener Handwerksbetriebe empfangen keine Kunden, sondern fahren zu ihnen. Für sie sieht Google ein Profil ohne festen Standort mit Einzugsgebiet vor. Wird der Betrieb von der Privatadresse aus geführt, soll die Adresse im Profil ausgeblendet werden. Das Einzugsgebiet sollte nicht mehr als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt enden. Wer Kunden an der Adresse empfängt und zusätzlich zu ihnen fährt, etwa eine Werkstatt mit Pannenhilfe, darf beides angeben, muss dann aber während der angegebenen Zeiten Personal vor Ort haben.
Für Betriebe in Wien heißt das: Geben Sie die Bezirke und Orte an, in denen Sie tatsächlich arbeiten, nicht ganz Österreich. Wie Sie das auf der Website mit Bezirksseiten ergänzen, ohne gegen Googles Spamrichtlinien zu verstoßen, beschreibt der Ratgeber Lokales SEO in Wien.
Kategorien, Leistungen und Fotos
- Hauptkategorie: Wählen Sie die eine, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt. Google rät, so wenige Kategorien wie möglich zu verwenden.
- Leistungen: Tragen Sie die Leistungen ein, die Sie wirklich anbieten, mit denselben Begriffen wie auf Ihren Leistungsseiten.
- Öffnungszeiten: Halten Sie reguläre und besondere Zeiten aktuell, etwa an Feiertagen oder im Betriebsurlaub.
- Attribute: Angaben wie Barrierefreiheit des Eingangs, Parkplätze oder Zahlungsarten helfen bei passenden Suchen.
- Fotos und Videos: Eigene Aufnahmen von Betrieb, Team und Arbeiten. Google nennt sie als Mittel, um zu zeigen, was Sie anbieten. Stockfotos sagen darüber nichts.
Bewertungen: Was erlaubt ist und was nicht
Bewertungen sind Teil der Bekanntheit, und Google schreibt, dass mehr Rezensionen und positive Bewertungen das lokale Ranking verbessern können. Gerade deshalb sind die Regeln streng. Erlaubt ist, Kunden um eine Bewertung zu bitten, die auf einer echten Erfahrung beruht, etwa mit dem Bewertungslink oder dem QR-Code, den Google für Ihr Profil erzeugt. Einen eigenen QR-Code für den Link auf Rechnung oder Visitenkarte erstellen Sie mit dem QR-Code-Generator.
- Verboten sind Anreize jeder Art: Rabatte, Gratisleistungen oder Zahlungen für eine Bewertung oder für das Ändern oder Löschen einer negativen.
- Verboten ist, gezielt nur zufriedene Kunden um positive Bewertungen zu bitten oder negative zu verhindern.
- Verboten ist, Kunden noch vor Ort unter Druck zu setzen oder bestimmte Inhalte vorzugeben, etwa die Nennung einer bestimmten Mitarbeiterin.
- Verboten sind Bewertungen von Mitarbeitern, Familie oder Mitbewerbern, also mit Interessenkonflikt.
Google empfiehlt, auf Rezensionen zu antworten, auch auf negative. Bleiben Sie sachlich und kurz, bedanken Sie sich, nennen Sie bei Kritik, was Sie tun, und schreiben Sie nichts über den Kunden, was nicht ohnehin öffentlich ist. Wer später Ihr Profil liest, sieht an den Antworten, wie Sie mit Problemen umgehen.
Profil und Website zusammendenken
Das Profil verlinkt auf Ihre Website, und dort entscheidet sich, ob aus dem Klick eine Anfrage wird. Verlinken Sie deshalb die Seite, die zum Standort passt, und sorgen Sie dafür, dass dieselben Leistungen eine eigene, verständliche Seite haben. Wie die aufgebaut ist, erklärt der Ratgeber Leistungsseiten, die Anfragen bringen.
- Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Impressum und Profil exakt gleich lauten.
- Strukturierte Daten vom Typ LocalBusiness auf der Website müssen laut Google zum sichtbaren Inhalt passen. Unser SEO-Check zeigt, ob welche vorhanden sind.
- Hängen Sie an den Website-Link im Profil UTM-Parameter, dann sehen Sie in Ihrer Statistik, wie viele Besuche vom Profil kommen. Den Link bauen Sie mit dem UTM-Generator.
- Zeigen Sie Google-Bewertungen auf der Website nicht als Sterne-Markup in den strukturierten Daten. Google schließt eigene Bewertungen von Unternehmen auf der eigenen Website von Sternen in der Suche aus.
Auch KI-Assistenten greifen auf diese Daten zurück. Google nennt in seinem Leitfaden zu KI-Funktionen ausdrücklich, dass das Unternehmensprofil aktuell sein soll. Mehr dazu im Ratgeber Von KI-Assistenten empfohlen werden.
Wie oft sollte ich das Profil pflegen?
Ein Profil ist kein Eintrag, den man einmal anlegt und vergisst. Andere Nutzer können Änderungen an Ihren Angaben vorschlagen, und Google übernimmt manche davon. Ein fester Rhythmus verhindert, dass falsche Öffnungszeiten oder eine alte Telefonnummer monatelang online stehen.
| Wann | Was |
|---|---|
| Wöchentlich | Neue Bewertungen lesen und beantworten, Nachrichten prüfen, falls aktiviert |
| Monatlich | Einige neue Fotos von aktuellen Arbeiten hochladen, Angaben auf Änderungsvorschläge prüfen |
| Vor Feiertagen und Urlaub | Besondere Öffnungszeiten eintragen |
| Bei jeder Änderung im Betrieb | Neue Leistungen, neue Telefonnummer, Umzug: Profil, Website und Impressum am selben Tag ändern |
| Einmal im Jahr | Kategorie, Leistungen, Beschreibung und Einzugsgebiet mit dem tatsächlichen Angebot abgleichen |
Wer die Pflege abgibt, sollte sein Unternehmen trotzdem selbst als Inhaber im Profil behalten und anderen nur Zugriff als Verwalter geben. So bleibt das Profil bei Ihnen, wenn die Zusammenarbeit endet.
Häufige Fehler im Profil
- Leistungen oder Orte im Namen.
- Zwei Profile für denselben Betrieb, etwa nach einem Umzug.
- Veraltete Öffnungszeiten, besonders zu Feiertagen.
- Zehn Kategorien statt einer passenden Hauptkategorie.
- Unbeantwortete Bewertungen, oder Antworten, die Kunden bloßstellen.
- Ein Link auf die Startseite, obwohl es eine passende Leistungs- oder Standortseite gibt.
Nächster Schritt: Profil und Website abgleichen
Öffnen Sie Ihr Profil und Ihre Website nebeneinander und gehen Sie die Tabellen oben durch. Bei einer Firmenwebsite aus unserer Webentwicklung gehört die Anbindung an das Google-Unternehmensprofil zum Umfang. Wenn Sie Profil, Website und Erwähnungen gemeinsam angehen möchten, ist die Leistung SEO und Sichtbarkeit in KI-Assistenten der richtige Rahmen. Betriebe in der Hauptstadt finden auf der Seite Astra IT Solutions in Wien weitere Informationen, Lokale auf der Seite für die Gastronomie. Für eine Einschätzung Ihres Profils schicken Sie uns den Link über das Anfrageformular.
Häufige Fragen zum Thema
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein, das Profil selbst ist kostenlos. Google betont außerdem, dass ein besseres Ranking in den lokalen Ergebnissen nicht gekauft werden kann. Kosten entstehen nur, wenn Sie Anzeigen schalten oder Unterstützung bei der Pflege beauftragen.
Darf ich meinen Ort oder meine Leistung in den Namen schreiben?
Nur, wenn das Teil des tatsächlich geführten Namens ist, den Sie auch auf Schild, Website und Briefpapier verwenden. Zusätze wie Leistungen, Orte oder Slogans sind laut Google nicht erlaubt und können zur Sperrung führen.
Ich arbeite von zu Hause aus. Muss meine Adresse sichtbar sein?
Nein. Wer Kunden nicht an der Adresse empfängt, sondern zu ihnen fährt, legt ein Profil mit Einzugsgebiet an. Google empfiehlt, die Privatadresse in diesem Fall auszublenden.
Darf ich Kunden für eine Bewertung einen Rabatt geben?
Nein. Google wertet Anreize wie Rabatte, Gratisleistungen oder Zahlungen für Bewertungen als gefälschte Interaktion und verbietet sie streng. Erlaubt ist, alle Kunden ohne Gegenleistung um eine ehrliche Bewertung zu bitten.
Wie schnell wirken Änderungen am Profil?
Geänderte Angaben erscheinen meist nach einer Prüfung durch Google. Wie sich das Ranking verändert, lässt sich nicht vorhersagen, weil es auch von Mitbewerbern und vom Standort der Suchenden abhängt. Beobachten Sie die Statistik im Profil über einige Monate.
Quellen
Stand der Angaben: 20. Oktober 2026. Gesetze und Förderbedingungen ändern sich; maßgeblich sind die verlinkten Originalquellen.
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Tipps für mehr Rezensionen
- Google Maps: Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte, gefälschte Interaktionen
- Google Search Central: Rezensions-Snippets, Richtlinien zu eigennützigen Rezensionen
- Google Search Central: KI-Funktionen und deine Website