GPT-6 im Unternehmen: Was Sol, Luna und Astra können und kosten
GPT-6 ist die Modellfamilie, die OpenAI im September und Oktober 2026 eingeführt hat: GPT-6 Astra als stärkstes und teuerstes Modell, GPT-6 Sol als Arbeitsmodell zum mittleren Preis und GPT-6 Luna als günstigste Variante. Über die API kostet GPT-6 Sol 2 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens, Luna 0,10 und 0,50 US-Dollar, Astra 10 und 50 US-Dollar (Stand 20. Oktober 2026). Für ein KMU lohnt sich GPT-6 dort, wo jeden Tag ähnliche Texte entstehen: Anfragen beantworten, Angebote vorbereiten, Rechnungen auslesen, Berichte zusammenfassen. Den Versand gibt ein Mensch frei.
Was ist GPT-6, und welche Modelle gibt es?
GPT-6 ist keine einzelne Software, sondern eine Familie von Sprachmodellen. Laut dem Änderungsprotokoll der OpenAI-API erschien GPT-6 Astra am 3. September 2026, GPT-6 Sol und GPT-6 Luna folgten am 22. September und GPT-6.1 Sol am 29. September. Seit 7. Oktober 2026 führt OpenAI GPT-6 schrittweise auch im normalen Chat von ChatGPT ein. Die Namen klingen nach Raumfahrt, gemeint sind aber schlicht drei Preis- und Leistungsstufen.
| Modell | Wie OpenAI es beschreibt | Name in der API |
|---|---|---|
| GPT-6 Astra | Das fähigste Modell, gebaut für die schwierigsten Aufgaben von der Anfrage bis zum fertigen Ergebnis: Schlussfolgern, Programmieren, Bedienen von Computern, Recherche und Erstellen von Dokumenten | gpt-6-astra |
| GPT-6.1 Sol | Für komplexes Programmieren und professionelle Arbeit, günstiger als Astra | gpt-6.1-sol |
| GPT-6 Sol | Für schwierige Arbeitsaufgaben bei niedrigeren Kosten; in ChatGPT das Modell hinter „GPT-6“ für zahlende Pläne | gpt-6-sol |
| GPT-6 Luna | Das günstigste Modell der Familie laut Preisliste; in ChatGPT für die Pläne Free und Go vorgesehen | gpt-6-luna |
GPT-6 Sol und Luna nehmen laut OpenAI Text und Bilder als Eingabe an und liefern Text. Es sind sogenannte Denkmodelle: Sie überlegen intern, bevor sie antworten. Wie lange, lässt sich über eine Denkstufe einstellen. OpenAI schreibt, Sol und Luna seien mit ähnlichen Methoden trainiert wie Astra und brächten dessen Fortschritte in schnellere, günstigere Modelle.
Was kann GPT-6 laut OpenAI?
Wir geben hier nur wieder, was OpenAI selbst schreibt. Eigene Messungen mit GPT-6 veröffentlichen wir nicht, weil jede Aufgabe anders ist und ein Testergebnis aus einem Labor wenig über Ihre Anfragen aussagt.
- Antworten mit Oberfläche: GPT-6 im Chat kann laut OpenAI Antworten aus Text, Grafiken, Schaltflächen, Formularen und Diagrammen zusammensetzen. OpenAI nennt das „Intelligent UI“.
- Schneller sichtbar: ChatGPT kann mit GPT-6 zu antworten beginnen, während das Modell noch nachdenkt.
- Weniger Faktenfehler: In einer internen Auswertung macht GPT-6 Sol laut OpenAI etwa halb so viele Fehler wie sein Vorgänger. OpenAI betont selbst, dass diese Auswertung auf Gesprächen beruht, in denen Nutzer Fehler gemeldet hatten, und nicht den Alltag abbildet.
- Längere Aufgaben: In „ChatGPT Work“ arbeitet ein Agent mehrstufige Aufgaben ab und erstellt Dokumente, Tabellen, Präsentationen und Berichte. Aufgaben lassen sich planen oder durch Ereignisse auslösen, etwa durch eine neue Nachricht in Gmail.
- Günstigere Wiederholung: Wiederverwendete Eingaben aus dem Zwischenspeicher kosten laut OpenAI bis zu 90 % weniger als neue Eingaben.
Eine Zahl von OpenAI ist für die Planung besonders lehrreich: Im Test AutomationBench, der Geschäftsabläufe über mehrere Anwendungen prüft, löst GPT-6 Sol auf hoher Denkstufe laut OpenAI 33,2 % der Aufgaben, mehr als die verglichenen Modelle. Das ist ein Fortschritt, heißt aber auch: Ganze Abläufe ohne Aufsicht laufen zu lassen, ist noch nicht verlässlich. Für ein KMU folgt daraus ein einfaches Muster: Das Modell bereitet vor, ein Mensch prüft und gibt frei.
Wer bekommt GPT-6 in ChatGPT?
| Plan | Preis laut OpenAI | GPT-6 im Chat | GPT-6 Astra |
|---|---|---|---|
| Free und Go | Free kostenlos; Go je nach Land | Laut Ankündigung GPT-6 Luna; das Hilfe-Center nennt zum Stand dieses Artikels noch GPT-5.6 Luna als Standard | Nein |
| Plus | 20 US-Dollar pro Monat, nur monatlich | GPT-6 (Sol) mit den Denkstufen Mittel und Hoch | Nicht im Chat; begrenzt in ChatGPT Work und Codex |
| Pro | Mehrere Stufen, laut Hilfe-Center unter anderem „Pro $100“ und „Pro $200“ | Alle Denkstufen | Als „GPT-6 Pro“ im Chat, mit Nutzungsgrenzen |
| Business | Standard: 25 US-Dollar je Nutzer und Monat, bei Jahreszahlung 20; Premium: 125 bzw. 100; mindestens 2 Plätze | Alle Denkstufen | Als „GPT-6 Pro“ im Chat; in Work und Codex begrenzt (Standard) oder im vollen Kontingent (Premium) |
| Enterprise | Auf Anfrage | Alle Denkstufen, je nach Freigabe im Arbeitsbereich | Je nach Freigabe |
OpenAI nennt die Preise in US-Dollar und weist darauf hin, dass sie je nach Land und Währung abweichen können. Die Einführung läuft schrittweise; wer GPT-6 noch nicht im Modellmenü sieht, hat es laut Hilfe-Center womöglich einfach noch nicht freigeschaltet bekommen. Wichtig für die Kalkulation: Die Nutzung der API ist in keinem ChatGPT-Abo enthalten und wird getrennt abgerechnet.
Was kostet GPT-6 über die API?
Wer GPT-6 in eigene Abläufe einbindet, etwa in ein E-Mail-Postfach oder eine Buchhaltungsschnittstelle, zahlt nicht pro Platz, sondern nach Verbrauch. Abgerechnet wird in Tokens, das sind kleine Textbausteine. Eingabe und Ausgabe haben unterschiedliche Preise. Die internen Denkschritte eines Denkmodells zählen laut OpenAI als Ausgabe-Tokens, auch wenn Sie sie nicht sehen.
| Modell | Eingabe | Eingabe aus Zwischenspeicher | Ausgabe |
|---|---|---|---|
| GPT-6 Astra | 10,00 US-Dollar | 1,00 US-Dollar | 50,00 US-Dollar |
| GPT-6.1 Sol | 2,00 US-Dollar | 0,10 US-Dollar | 10,00 US-Dollar |
| GPT-6 Sol | 2,00 US-Dollar | 0,20 US-Dollar | 10,00 US-Dollar |
| GPT-6 Luna | 0,10 US-Dollar | 0,01 US-Dollar | 0,50 US-Dollar |
Die Tabelle zeigt Standardpreise pro Million Tokens für Anfragen bis 272.000 Eingabe-Tokens, laut Preisseite von OpenAI, Stand Oktober 2026. Längere Eingaben kosten mehr. Die Verarbeitungsarten „Batch“ und „Flex“ kosten die Hälfte, liefern aber nicht sofort; „Fast“ kostet das Doppelte. Wer die Verarbeitung auf eine Region wie die EU festlegt, zahlt bei Modellen ab März 2026 laut OpenAI 10 % Aufschlag.
Was kann ein KMU in Österreich damit automatisieren?
Anfragen beantworten
Eine Anfrage kommt per E-Mail, Formular oder WhatsApp. Das Modell ordnet sie ein, erkennt fehlende Angaben und schreibt einen Antwortentwurf aus Ihrer Preisliste und Ihren Leistungsbeschreibungen. Wie das im Detail aussieht, beschreibt der Ratgeber Kundenanfragen mit KI vorbereiten.
Angebote vorbereiten
Aus einer Anfrage mit Fotos und Maßen entsteht ein Angebotsentwurf mit den passenden Positionen aus Ihrem Katalog. Preise, die nicht im Katalog stehen, setzt das Modell nicht selbst ein, sondern markiert sie zur Prüfung. Die Kalkulation und die Zusage bleiben bei Ihnen.
Dokumente auslesen
Rechnungen, Lieferscheine und Formulare werden in feste Felder übertragen, Prüfregeln vergleichen Summen und Steuersätze. Den Ablauf zeigt der Beitrag Eingangsrechnungen automatisch auslesen.
Berichte und Zusammenfassungen
Aus Protokollen, Stundenlisten oder Kundenrückmeldungen entsteht einmal pro Woche eine Zusammenfassung mit offenen Punkten. Das spart vor allem in Betrieben mit mehreren Standorten Zeit, in denen sonst jemand Listen zusammenträgt. Wenn Sie mehrere solcher Schritte verketten wollen, lohnt ein Blick auf KI-Agenten im Unternehmen.
Beispielrechnung: Anfragen von Hand oder mit GPT-6-Entwurf
Annahmen: Ein Betrieb bekommt 400 schriftliche Anfragen im Monat. Eine Antwort von Hand dauert im Schnitt 6 Minuten, Prüfen und Freigeben eines Entwurfs 2 Minuten. Eine Arbeitsstunde im Büro kostet den Betrieb 40 €. Pro Anfrage rechnen wir mit 4.000 Eingabe-Tokens (Anfrage, Preisliste, Textbausteine) und 2.000 Ausgabe-Tokens einschließlich Denkschritten, mit GPT-6 Sol. Für Betrieb, Überwachung und Wartung nehmen wir 150 € pro Monat an.
| Posten pro Monat | Von Hand | Entwurf mit GPT-6 Sol und Freigabe |
|---|---|---|
| Arbeitszeit | 40 Stunden | rund 13,3 Stunden |
| Personalkosten bei 40 € je Stunde | 1.600 € | rund 533 € |
| Modellkosten | 0 € | rund 11 US-Dollar, gerechnet mit höchstens 15 € |
| Betrieb und Wartung (Annahme) | 0 € | 150 € |
| Summe laufend | 1.600 € | rund 698 € |
Annahmen wie im Text. Keine gemessenen Werte, sondern eine Rechnung zum Nachvollziehen.
Die Modellkosten ergeben sich so: 4.000 Tokens mal 2 US-Dollar pro Million sind 0,8 Cent, 2.000 Tokens mal 10 US-Dollar pro Million sind 2 Cent, zusammen rund 2,8 Cent pro Anfrage. Bei einer einmaligen Umsetzung ab etwa 5.000 € netto und rund 900 € Ersparnis pro Monat wäre die Investition nach etwa sechs Monaten herein. Das gilt nur, wenn die 4 Minuten pro Anfrage tatsächlich wegfallen. Bei 50 Anfragen im Monat sinkt die Ersparnis auf rund 130 € und deckt nicht einmal den Betrieb. Dann ist ein ChatGPT-Abo für das Team die vernünftigere Wahl. Mehr Szenarien enthält der Ratgeber Was kostet KI-Automatisierung?.
ChatGPT-Abo oder eigene Anbindung über die API?
| Kriterium | ChatGPT Business | Eigene Anbindung über die API |
|---|---|---|
| Start | Sofort nach der Anmeldung | Nach einem Umsetzungsprojekt |
| Kosten | Fester Preis je Platz und Monat | Einmalige Umsetzung plus Verbrauch |
| Daten aus Ihren Systemen | Über die angebotenen Verbindungen, etwa zu Microsoft 365 oder Google Workspace | Genau die Systeme, die Sie brauchen, auch Branchensoftware |
| Ablauf | Mitarbeiterin kopiert, fragt und übernimmt | Läuft bei Eingang von selbst, ein Mensch gibt frei |
| Passt, wenn | Wenige Vorgänge, wechselnde Aufgaben | Viele gleichartige Vorgänge pro Monat |
Für viele kleine Teams ist ChatGPT Business mit zwei oder drei Plätzen der richtige Einstieg, und eine eigene Entwicklung wäre zu teuer. Eine Anbindung lohnt sich erst, wenn sich Vorgänge in großer Zahl wiederholen und das Kopieren zwischen Programmen selbst zur Arbeit wird.
Datenschutz und AI Act: was Sie vorher klären
OpenAI schreibt, dass Daten aus ChatGPT Business, Enterprise und der API standardmäßig nicht zum Training verwendet werden, und bietet für diese Angebote einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung an. Bei Plus kann OpenAI Gespräche laut Hilfe-Center zur Verbesserung nutzen, solange Sie das nicht abwählen. API-Daten bewahrt OpenAI bis zu 30 Tage zur Missbrauchserkennung auf. Eine Datenhaltung in der EU gibt es laut Preisseite bei Enterprise, über die API mit dem genannten Aufschlag. Was das für Kundendaten bedeutet, steht im Ratgeber Kundendaten in ChatGPT & Co.. Welche Pflichten der AI Act Ihrem Betrieb schon heute auferlegt, etwa die Förderung von KI-Kompetenz im Team, fasst AI Act für KMU zusammen.
Wo Astra IT Solutions hilft
Die OpenAI-API gehört zu den Werkzeugen, mit denen wir in Projekten arbeiten. Wir messen zuerst, wie lange ein Ablauf heute dauert, und bauen dann die Anbindung an Postfach, Website oder Buchhaltung mit Prüfregeln, Freigabe durch einen Menschen und Protokoll. Ob dafür Luna reicht oder Sol nötig ist, entscheidet ein Test mit Ihren echten Beispielen, nicht die Werbung. Fokussierte Automatisierungen beginnen bei etwa 5.000 € netto, eine Machbarkeitsanalyse bei 1.500 €. Mehr dazu auf der Seite KI & Prozessautomatisierung und in der Übersicht Preise und Pakete.
Nächster Schritt: Potenzial mit eigenen Zahlen prüfen
Zählen Sie eine Woche lang, wie viele Anfragen, Rechnungen oder Berichte anfallen und wie lange sie dauern. Mit dem KI-Potenzial-Check sehen Sie, welche Abläufe sich eignen, der ROI-Rechner für Automatisierung rechnet die Amortisation mit Ihren Annahmen. Wenn die Zahlen passen, schicken Sie uns über das Anfrageformular eine kurze Beschreibung; Sie bekommen eine schriftliche Ersteinschätzung.
Häufige Fragen zum Thema
Was kostet GPT-6?
In ChatGPT kostet Plus laut OpenAI 20 US-Dollar pro Monat, Business 25 US-Dollar je Nutzer und Monat bei monatlicher Zahlung oder 20 bei Jahreszahlung. Über die API kostet GPT-6 Sol 2 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens, Luna 0,10 und 0,50, Astra 10 und 50 US-Dollar (Stand Oktober 2026).
Welches GPT-6-Modell passt für Anfragen und Dokumente?
Das hängt von Ihren Beispielen ab. Luna ist am günstigsten, Sol liegt in der Mitte, Astra ist laut OpenAI für die schwierigsten mehrstufigen Aufgaben gedacht und kostet ein Vielfaches. Testen Sie mit 20 bis 30 echten Fällen, bevor Sie sich festlegen.
Ist ChatGPT Plus für ein Unternehmen geeignet?
OpenAI beschreibt Free, Go und Plus als Pläne für Einzelpersonen und Business sowie Enterprise als Pläne für Unternehmen. Einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung bietet OpenAI laut eigener Seite für Business, Enterprise und die API an. Für Arbeit mit Kundendaten ist ein Firmenplan daher die naheliegende Wahl.
Kann GPT-6 Kundenanfragen selbstständig beantworten?
Technisch ja. Wir empfehlen, dass ein Mensch Entwürfe prüft und freigibt, weil auch OpenAI selbst bei mehrstufigen Geschäftsabläufen deutlich unter 100 % gelöster Aufgaben angibt. Antwortet eine KI direkt, muss erkennbar sein, dass es sich um eine KI handelt.
Ist die API-Nutzung im ChatGPT-Abo enthalten?
Nein. OpenAI rechnet die API getrennt nach Verbrauch ab, unabhängig davon, ob Sie ein ChatGPT-Abo haben.
Quellen
Stand der Angaben: 20. Oktober 2026. Gesetze und Förderbedingungen ändern sich; maßgeblich sind die verlinkten Originalquellen.
- OpenAI: Introducing GPT-6 Sol and Luna
- OpenAI: GPT-6 and Intelligent UI for everyone, 7. Oktober 2026
- OpenAI API: Änderungsprotokoll (Changelog)
- OpenAI API: Preise, abgerufen am 20. Oktober 2026
- OpenAI API: Reasoning models (Abrechnung der Denk-Tokens)
- OpenAI Help Center: GPT-6 and other models in ChatGPT
- OpenAI Help Center: ChatGPT Work and Codex
- OpenAI Help Center: ChatGPT Business, Overview
- OpenAI Help Center: What is ChatGPT Plus?
- ChatGPT: Pläne und Preise
- OpenAI: Enterprise privacy