Onlineshop erstellen lassen: Was kostet ein Webshop?
Ein Onlineshop kostet zweimal: einmal für Einrichtung, Design und Produktdaten, dann laufend für Plattform, Zahlungsgebühren, Hosting und Pflege. Shopify beginnt laut eigener Preisseite bei 32 € pro Monat, bei jährlicher Zahlung bei 24 € pro Monat (Stand Oktober 2026), dazu kommen Gebühren je Zahlung. WooCommerce und die Community Edition von Shopware kosten keine Lizenz, dafür Hosting, Erweiterungen und Wartung. Für eine individuell entwickelte Lösung nennt Astra IT Solutions keinen Pauschalpreis, sondern schickt eine schriftliche Ersteinschätzung nach Ihren Anforderungen.
Woraus setzen sich die Kosten eines Onlineshops zusammen?
- Plattform: monatliches Abo bei einem Mietshop oder Hosting und Wartung bei einer selbst betriebenen Software.
- Zahlungen: Gebühren je Transaktion beim Zahlungsanbieter, bei manchen Plattformen zusätzlich, wenn Sie einen externen Anbieter verwenden.
- Einrichtung und Design: Vorlage anpassen oder eigenes Design, Versandarten, Steuern, Zahlungsarten.
- Produktdaten: Texte, Fotos, Varianten, Preise. Bei vielen Artikeln oft der größte Aufwand, den niemand eingeplant hat.
- Rechtliche Pflichten: Impressum, Informationen vor der Bestellung, Rücktrittsbelehrung, Cookie-Einwilligung und, je nach Betriebsgröße, Barrierefreiheit.
- Schnittstellen: Warenwirtschaft, Buchhaltung, Versanddienstleister, Registrierkasse im Geschäft.
- Betrieb: Updates, Sicherheit, Backups, kleine Änderungen und Erweiterungen.
- Sichtbarkeit: Ein Shop ohne Besucher verkauft nichts. Suchmaschinenoptimierung oder Werbung gehören ins Budget.
Was kosten Shopify, WooCommerce und Shopware laut Preisseite?
Die folgenden Angaben stammen von den offiziellen Preisseiten der Anbieter, Stand Oktober 2026. Preise und Tarife können sich jederzeit ändern; maßgeblich ist die jeweilige Preisseite.
| Shopify | WooCommerce | Shopware | |
|---|---|---|---|
| Modell | Mietshop, Hosting inklusive | Kostenlose Open-Source-Erweiterung für WordPress, Hosting frei wählbar | Open-Source-Kern als Community Edition, dazu kostenpflichtige Pläne |
| Einstieg | Basic 32 € pro Monat, bei jährlicher Zahlung 24 € pro Monat | Software kostenlos, kein monatliches Abo | Community Edition ohne Lizenzgebühr |
| Weitere Stufen | Grow 92 € (jährlich 69 €), Advanced 384 € (jährlich 289 €), Plus ab 2.100 € pro Monat | Keine Tarifstufen | Rise ab 600 €, Evolve ab 2.400 € pro Monat exkl. MwSt., Beyond auf Anfrage |
| Zahlungsgebühren | Mit Shopify Payments online ab 2 % + 0,25 € je Kartenzahlung im Tarif Basic; bei externen Zahlungsanbietern zusätzlich 2 % (Basic) bis 0,2 % (Plus) | Gebühren des gewählten Zahlungsanbieters, keine Plattformgebühr | Gebühren des gewählten Zahlungsanbieters |
| Hosting | Enthalten | Laut Preisseite für die meisten Shops 25 bis 350 US-Dollar pro Monat | Bei der Community Edition selbst organisiert |
| Erweiterungen | Apps nach Bedarf, Preise je App | Laut Preisseite 29 bis 299 US-Dollar pro Jahr je Erweiterung | Funktionen je nach Plan, Erweiterungen aus dem Store |
| Besonderheit | Laut Preisseite keine Einrichtungsgebühren | Volle Kontrolle über Code und Hosting | Ab 1 Mio. € Bruttowarenwert in 365 Tagen ist laut Fair Usage Policy ein bezahlter Plan für den Zugang zu Account und Store nötig |
Fair betrachtet hat jedes System seine Stärke. Shopify ist schnell startklar, Hosting, Checkout und Sicherheitsupdates sind inklusive, und laut Preisseite enthält schon der Tarif Basic Kundensegmente, E-Mail-Kampagnen und die Wiederherstellung abgebrochener Checkouts. WooCommerce passt, wenn bereits eine WordPress-Website besteht und Sie Hosting und Code selbst in der Hand haben wollen. Shopware bietet einen offenen Kern und in den höheren Plänen ausgeprägte B2B-Funktionen wie Angebote und Einkaufsfreigaben.
Beispielrechnung: laufende Kosten eines kleinen Mietshops
Eine Beispielrechnung mit angenommenen Werten auf Basis der Shopify-Preisseite, Stand Oktober 2026:
- Annahme: Tarif Basic bei jährlicher Zahlung, also 24 € × 12 = 288 € im Jahr.
- Annahme: 500 Bestellungen im Jahr zu je 100 €, alle per Karte über Shopify Payments mit dem Standardsatz bezahlt.
- Zahlungsgebühren: 2 % von 50.000 € sind 1.000 €, dazu 500 × 0,25 € = 125 €, zusammen 1.125 €.
- Annahme: zwei kostenpflichtige Apps zu je 10 € pro Monat, also 240 € im Jahr.
- Summe laufend: rund 1.650 € im Jahr, ohne Einrichtung, Fotos, Texte, Werbung und eigene Arbeitszeit.
Die eigentliche Frage ist selten der Monatspreis, sondern wer Produktdaten pflegt, Bestellungen abwickelt und den Shop bekannt macht. Rechnen Sie Ihre eigene Zeit mit, sie ist bei kleinen Shops oft der größte Posten.
Wann ist eine individuelle Entwicklung sinnvoll?
Für einen Shop mit üblichem Sortiment und Standardabläufen ist ein Mietshop oder WooCommerce meist die günstigere und schnellere Lösung. Das sagen wir auch so, wenn Sie bei uns anfragen. Eine eigene Entwicklung oder eine Kombination aus Shop-System und eigener Anwendung lohnt sich eher, wenn:
- Produkte konfiguriert werden, etwa nach Maß, mit Abhängigkeiten oder mit einer Preisberechnung aus mehreren Faktoren.
- Geschäftskunden eigene Preise, Sortimente und Freigaben brauchen. Dazu mehr im Beitrag zum B2B-Bestellportal.
- Bestand, Preise und Bestellungen sauber mit Warenwirtschaft, Buchhaltung oder der Registrierkasse im Geschäft abgeglichen werden müssen.
- Der Ablauf nach der Bestellung Ihr Vorteil ist, etwa Fertigung, Abholung, Termin oder Lieferung mit eigener Flotte.
- Sie Empfehlungen, Erinnerungen und Kundensegmente nach eigenen Regeln wollen. Was dabei technisch und rechtlich gilt, beschreibt der Beitrag zum intelligenten Onlineshop.
Wie wir solche Projekte angehen, steht auf der Seite Onlineshop erstellen lassen. Für Händler mit Geschäft und Webshop gibt es zusätzlich die Seite Software für Handel und Einzelhandel.
Welche Pflichten muss jeder Onlineshop in Österreich erfüllen?
Unabhängig von der Plattform gelten für Shops, die an Verbraucher verkaufen, unter anderem folgende Regeln. Die Übersicht gibt den Stand Oktober 2026 wieder und ersetzt keine Rechtsberatung.
- Impressum mit Name oder Firma, Anschrift, E-Mail-Adresse und weiteren Angaben, ständig leicht erreichbar (§ 5 Abs. 1 E-Commerce-Gesetz). Preise müssen erkennen lassen, ob sie Umsatzsteuer und Versandkosten enthalten (§ 5 Abs. 2 ECG).
- Informationen vor der Bestellung, etwa wesentliche Eigenschaften, Gesamtpreis, Lieferbedingungen, Rücktrittsrecht und Gewährleistung (§ 4 FAGG). Wird ein Preis auf Basis einer automatisierten Entscheidung personalisiert, ist darauf hinzuweisen (§ 4 Abs. 1 Z 4a FAGG).
- Lieferbeschränkungen und akzeptierte Zahlungsmittel spätestens zu Beginn des Bestellvorgangs; die Bestell-Schaltfläche muss mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer gleich eindeutigen Formulierung beschriftet sein (§ 8 FAGG).
- 14 Tage Rücktrittsrecht ohne Angabe von Gründen, bei Waren grundsätzlich ab Erhalt (§ 11 FAGG). In der seit 1. Oktober 2026 geltenden Fassung verlangt § 13a FAGG zusätzlich eine gut sichtbare Rücktrittsfunktion, beschriftet etwa mit „Vertrag widerrufen“, und eine Eingangsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger.
- Cookies und ähnliche Techniken, die nicht unbedingt nötig sind, etwa für Werbung oder Analyse, erst nach aktiver Einwilligung (§ 165 Abs. 3 TKG 2021). Was Ihr Shop heute lädt, zeigt der Cookie- und Tracker-Check.
- Bei Rabatten in Prozent oder mit Statt-Preis ist der niedrigste Preis der letzten 30 Tage im selben Vertriebskanal anzugeben (§ 9a Preisauszeichnungsgesetz).
Seit 28. Juni 2025 gilt außerdem das Barrierefreiheitsgesetz. Es erfasst Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr für Verbraucher, also typische Webshops (§ 2 Abs. 2 Z 6 BaFG). Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen (§ 6 Abs. 1 BaFG). Für alle anderen gehört Barrierefreiheit von Anfang an ins Angebot, ausdrücklich auch für Identifizierung, Sicherheit und Zahlung. Einen ersten Eindruck gibt der Barrierefreiheitsgesetz-Check.
Checkliste: So vergleichen Sie Angebote für einen Onlineshop
- Welche Plattform wird verwendet, und welche monatlichen Gebühren fallen dort an, inklusive Apps oder Erweiterungen?
- Wer legt die Produkte an, und wie viele sind im Preis enthalten?
- Sind Rechtstexte, Rücktrittsfunktion, Cookie-Einwilligung und Barrierefreiheit Teil des Angebots?
- Welche Zahlungsarten sind eingerichtet, und welche Gebühren kosten sie je Bestellung?
- Welche Schnittstellen sind enthalten, etwa zu Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Versand?
- Wem gehören Domain, Konten und, bei eigener Entwicklung, der Code? Mehr dazu im Beitrag Wem gehört der Code?.
- Was kostet der Betrieb nach dem Start: Updates, Sicherheit, Änderungen?
Für die Website rund um den Shop gelten dieselben Fragen wie bei jeder Firmenwebsite. Der Ratgeber Was kostet eine Website in Österreich? beschreibt sie im Detail.
Was kostet ein Onlineshop bei Astra IT Solutions?
Einen pauschalen Festpreis für Shops nennen wir bewusst nicht, weil sich die Projekte zu stark unterscheiden: Ein Shop mit 30 Artikeln auf einer Mietplattform ist etwas anderes als ein Bestellsystem mit Kundenpreisen und Anbindung an die Warenwirtschaft. Sie beschreiben uns Sortiment, Abläufe und Systeme, und wir schicken Ihnen eine schriftliche Ersteinschätzung mit Kostenrahmen. Wenn eine Mietlösung für Sie besser passt, steht das in der Einschätzung.
Einen ersten Rahmen für eigene Funktionen gibt der Projektkosten-Rechner. Ob Miete oder eigene Entwicklung über mehrere Jahre günstiger ist, zeigt der Software-Kostenvergleich.
Nächster Schritt: Eckdaten für die Ersteinschätzung sammeln
Notieren Sie die Zahl der Artikel, die erwarteten Bestellungen pro Monat, die gewünschten Zahlungsarten und die Systeme, mit denen der Shop zusammenarbeiten muss. Schicken Sie das über das Anfrageformular, und Sie bekommen eine schriftliche Ersteinschätzung, ob Mietshop, Open Source oder eigene Entwicklung am besten passt.
Häufige Fragen zum Thema
Was kostet ein einfacher Onlineshop im Monat?
Bei Shopify kostet der Tarif Basic laut Preisseite 32 € pro Monat oder 24 € pro Monat bei jährlicher Zahlung (Stand Oktober 2026), dazu Gebühren je Zahlung und gegebenenfalls Apps. Bei WooCommerce ist die Software kostenlos, es fallen aber Hosting, Erweiterungen und Wartung an.
Ist WooCommerce wirklich kostenlos?
Die Software selbst ja. WooCommerce nennt auf seiner Preisseite für die meisten Shops Hostingkosten von 25 bis 350 US-Dollar pro Monat und 29 bis 299 US-Dollar pro Jahr je kostenpflichtiger Erweiterung. Dazu kommen Zahlungsgebühren und die Zeit für Updates.
Muss mein Onlineshop barrierefrei sein?
Wenn Sie an Verbraucher verkaufen und kein Kleinstunternehmen sind, in der Regel ja. Das Barrierefreiheitsgesetz erfasst seit 28. Juni 2025 Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen.
Was ist die neue Rücktrittsfunktion im Onlineshop?
Nach § 13a FAGG in der Fassung ab 1. Oktober 2026 müssen Verbraucher bei Online-Verträgen über eine gut sichtbare Funktion, etwa mit der Beschriftung „Vertrag widerrufen“, zurücktreten können. Nach dem Absenden muss der Shop den Eingang unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger bestätigen.
Warum nennt Astra IT Solutions keinen Festpreis für Onlineshops?
Weil Shops sich zu stark unterscheiden: Plattform, Zahl der Artikel, Schnittstellen und Abläufe nach der Bestellung bestimmen den Aufwand. Statt eines Pauschalpreises bekommen Sie nach einer kurzen Beschreibung eine schriftliche Ersteinschätzung mit Kostenrahmen, und wenn eine Mietlösung besser passt, steht das darin.
Quellen
Stand der Angaben: 20. Oktober 2026. Gesetze und Förderbedingungen ändern sich; maßgeblich sind die verlinkten Originalquellen.
- Shopify: Preise für Österreich, abgerufen am 20.10.2026
- WooCommerce: Pricing, abgerufen am 20.10.2026
- Shopware: Pläne und Preise inklusive häufiger Fragen, abgerufen am 20.10.2026
- RIS: E-Commerce-Gesetz § 5 (allgemeine Informationspflichten, Preisauszeichnung)
- RIS: Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz § 4 (Informationspflichten), Fassung BGBl. I Nr. 59/2026
- RIS: Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz § 8 (Bestellvorgang)
- RIS: Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz § 11 (Rücktrittsrecht)
- RIS: Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz § 13a (Rücktrittsfunktion), gültig ab 01.10.2026
- RIS: Telekommunikationsgesetz 2021 § 165 (Cookies und Endgerätezugriff)
- RIS: Preisauszeichnungsgesetz § 9a (Preisermäßigungen)
- RIS: Barrierefreiheitsgesetz, geltende Fassung